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Amphibien
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Unter den Bezeichnungen Amphibien (Amphibia) oder Lurche werden alle Landwirbeltiere zusammengefasst, die sich, im Gegensatz zu den Amnioten („Nabeltieren“), nur in GewĂ€ssern fortpflanzen können. In der Zoologie gelten diese Bezeichnungen in erster Linie fĂŒr heute lebende (rezente) Arten. Weil der Begriff „Amphibia“ in der WirbeltierpalĂ€ontologie weniger exklusiv ist und traditionell immer auch ausgestorbene, frĂŒhe Formen der Landwirbeltiere („Ur-Lurche“) mit einschließt, werden die drei rezenten Großgruppen der Lurche (Froschlurche, Schwanzlurche und Schleichenlurche) zur besseren Unterscheidung mit dem Namen Lissamphibia belegt. Wenn im Folgenden von „Amphibien“ die Rede ist, bezieht sich das in der Regel auf die Lissamphibia.

Bei Amphibien verlĂ€uft die Individualentwicklung im Allgemeinen ĂŒber ein im Wasser abgelegtes Ei, aus dem eine im Wasser lebende (aquatile), kiemenatmende Larve schlĂŒpft. Diese Larve durchlĂ€uft eine Metamorphose, an deren Ende meist ein lungenatmendes erwachsenes Individuum steht, das zu einem Leben außerhalb von GewĂ€ssern befĂ€higt ist. Der wissenschaftliche Name „Amphibia“ (vom altgriechischen Adjektiv áŒ€ÎŒÏ†ÎŻÎČÎčÎżÏ‚ amphĂ­bios, deutsch ‚doppellebig‘; gebildet aus áŒ€ÎŒÏ†ÎŻ amphĂ­, deutsch ‚auf beiden Seiten‘ sowie ÎČÎŻÎżÏ‚ bĂ­os, deutsch ‚Leben‘cite-ref-1[1]) bezieht sich auf die beiden Lebensphasen vor und nach Abschluss der Metamorphose. Aufgrund ihrer Physiologie sind alle Amphibienarten aber auch im Erwachsenenstadium zumindest an LebensrĂ€ume mit hoher Luftfeuchtigkeit gebunden. Viele Lurche sind nachtaktiv, um sich vor Fressfeinden zu schĂŒtzen und Wasserverluste ĂŒber die Haut gering zu halten.

Contents

‱ Evolution
‱ Körperbau
‱ Sinnesorgane
‱ Paarung
‱ Nahrung
‱ Statistik
‱ Ursachen
‱ Sonstiges
‱ Quellen
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Evolution

Siehe auch

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Wirbeltiere#Amphibien

Die rezenten Amphibien mit ihren drei großen Untergruppen Froschlurche (Anura, Salientia), Schwanzlurche (Urodela, Caudata) und Schleichenlurche (Gymnophiona, Caecilia) werden zusammen mit ihren unmittelbaren fossilen Verwandten auch als moderne Amphibien (Lissamphibia) bezeichnet. Sie sind, wie auch die modernen Reptilien, die Vögel und die SĂ€ugetiere, evolutionĂ€re Nachfahren einer bestimmten Gruppe von Knochenfischen, die im Oberdevon ab etwa 380 Millionen Jahren damit begann, ihren Lebensraum auf die LandflĂ€chen in der unmittelbaren Umgebung von BinnengewĂ€ssern auszudehnen (siehe Landgang). Daher werden die Amphibien zusammen mit Reptilien, Vögeln und SĂ€ugern in die Gruppe der Landwirbeltiere (Tetrapoda) eingeordnet.

Innerhalb der Landwirbeltiere gelten die Amphibien als die ursprĂŒnglichste („primitivste“) Gruppe, unter anderem weil sie bei der Fortpflanzung auf GewĂ€sser angewiesen sind, weil einige Teile ihres Skelettes nicht verknöchern und aufgrund der relativ geringen LeistungsfĂ€higkeit ihrer Lungen und ihres Herz-Kreislaufsystems. Darin unterscheiden sie sich von den „höheren“ Landwirbeltieren, den Sauropsiden (einschließlich Vögeln) und SĂ€ugetieren, die zusammen als Amnioten bezeichnet werden.

In ihrer UrsprĂŒnglichkeit Ă€hneln die modernen Amphibien tatsĂ€chlich in einem gewissen Maß den lĂ€ngst ausgestorbenen frĂŒhen Landwirbeltieren, die ebenfalls oft als „Amphibien“ bezeichnet werden (vgl. Labyrinthodontia). Jedoch ist die Vorstellung, die modernen Amphibien seien direkte Nachfahren der ersten Landwirbeltiere, ĂŒberholt. Stattdessen handelt es sich um Formen, die den Fortpflanzungsmodus und die Lebensweise der ersten Landwirbeltiere zwar beibehalten haben und daher nach wie vor Gemeinsamkeiten mit diesen aufweisen, die aber, vor allem mit den Froschlurchen und den Schleichenlurchen, stark abgeleitete Vertreter hervorbrachten, die sich in vielen Aspekten von den frĂŒhen Landwirbeltieren unterscheiden.

Der Ursprung der modernen Amphibien ist eines der umstrittensten Themen in der WirbeltierpalĂ€ontologie. In der FossilĂŒberlieferung tauchen sie erst in der frĂŒhen Trias auf, mehr als 100 Millionen Jahre nach den ersten Landwirbeltieren und mehr als 50 Millionen Jahre nach den ersten Amnioten. Die Herkunft der modernen Amphibien konnte auf zwei Großgruppen frĂŒher Landwirbeltiere eingegrenzt werden, die Temnospondylen („Schnittwirbler“) und die Lepospondylen („HĂŒlsenwirbler“). UngeklĂ€rt ist aber, aus welcher der beiden Gruppen die modernen Amphibien hervorgegangen sind und ob ihre Vorfahren tatsĂ€chlich in nur einer der beiden Gruppen zu suchen sind.cite-ref-2[2]

Morphologische Merkmale

Körperbau

Amphibien haben ein breites GrĂ¶ĂŸenspektrum. Sie stellen mit kaum acht Millimeter KörperlĂ€nge bei einem ausgewachsenen Individuum der neuguineischen Froschgattung Paedophryne das kleinste bekannte Wirbeltier.cite-ref-3[3] Riesensalamander, die grĂ¶ĂŸten rezenten Amphibien, erreichen zwar bis zu eineinhalb Meter LĂ€nge, die meisten Arten kommen jedoch nicht ĂŒber 20 Zentimeter hinaus. Die drei Großgruppen der Amphibien unterscheiden sich hinsichtlich ihres Habitus relativ stark voneinander. Dies ist nicht zuletzt mit unterschiedlichen Fortbewegungsweisen verbunden: WĂ€hrend Schwanzlurche sich an Land schreitend oder kriechend fortbewegen, sind Froschlurche auf eine springende Fortbewegung spezialisiert. Zudem klettern sowohl einige Schwanz- als auch einige Froschlurcharten auf BĂ€ume. Einige wenige Froscharten können sogar kurze Strecken im Gleitflug zurĂŒcklegen. Viele Schleichenlurche bewegen sich hingegen im Boden grabend. Im Wasser schwimmen und tauchen Schwanzlurche schlĂ€ngelnd unter Einsatz ihres Ruderschwanzes und Frösche mit Hilfe ihrer langen, krĂ€ftigen Hinterbeine.

Frosch- und Schwanzlurche haben einen flachen und relativ offenen, Schleichenlurche einen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohen, kompakten und keilförmigen SchĂ€del. Als eines der bedeutendsten gemeinsamen Merkmale der modernen Amphibien, das sie zugleich auch von den frĂŒhen Amphibien, den „Ur-Lurchen“, unterscheidet, gilt der spezielle Bau ihrer ZĂ€hne: Eine meist mit Zahnschmelz ĂŒberzogene Krone sitzt einer im Kieferknochen verankerten Basis aus Dentin, dem sogenannten Pedikel auf, wobei sich zwischen Krone und Pedikel eine schwach mineralisierte Zone befindet. Dieser Zahnbau wird als pedicellat bezeichnet. Der Zahnwechsel erfolgt, wie bei den ursprĂŒnglicheren Landwirbeltieren (einschließlich der modernen Reptilien) allgemein ĂŒblich, mehrfach im Verlauf des Lebens (Polyphyodontie). Verglichen mit dem Grundbauplan der Landwirbeltiere sind im SchĂ€del der modernen Amphibien zahlreiche Knochen verloren gegangen, auch solche, die bei modernen Reptilien in der Regel noch vorhanden sind. Dies betrifft sowohl Elemente des SchĂ€deldaches (Jugale, Postorbitale), des Gaumendaches (Ectopterygoid) und des HirnschĂ€dels (Supraoccipitale, Basioccipitale, Basisphenoid) sowie das Epipterygoid.cite-ref-4[4]

Bei Schwanzlurchen sind die beiden Gliedmaßenpaare eher gleich lang, bei Froschlurchen deutlich unterschiedlich lang ausgebildet. An jeder Hand befinden sich in der Regel je vier Finger, an den FĂŒĂŸen je fĂŒnf Zehen. Bei den Schleichenlurchen sind die Gliedmaßen vollstĂ€ndig zurĂŒckgebildet. Auch innerhalb der Schwanzlurche findet sich bei den Armmolchen und Aalmolchen eine partielle bzw. vollstĂ€ndige Reduktion der Gliedmaßen. Das knöcherne Rumpfskelett ist im Vergleich zu den Amnioten teilweise reduziert. So sind die Rippen allgemein kurz, bilden keinen richtigen Rippenkorb und ein Brustbein ist nicht vorhanden. Die Froschlurche, deren Habitus generell stark abgeleitet ist, haben oft ĂŒberhaupt keine Rippen. Zudem weisen Froschlurche nur fĂŒnf bis neun Hals- und RĂŒckenwirbel auf, wĂ€hrend es bei den Schwanzlurchen mit ihrem eher konservativen Habitus zwischen 10 und 60 sind. Die Gelenkung zwischen HalswirbelsĂ€ule und SchĂ€del erfolgt ĂŒber eine paarige Hinterhauptskondyle – der ursprĂŒngliche Zustand bei Landwirbeltieren ist ein einzelner medianer Condylus. Das Becken ist – falls nicht zurĂŒckgebildet – an den QuerfortsĂ€tzen eines einzelnen Beckenwirbels angeheftet.

Haut und innere Organe

Die Haut (siehe auch Amphibienhaut) ist dĂŒnn, nackt und kaum verhornt, feucht und glatt oder auch trocken-„warzig“, die Unterhaut ist reich an Schleim- und GiftdrĂŒsen- sowie Pigmentzellen. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Atmung, beim Schutz vor Infektionen und Feinden sowie beim Wasserhaushalt. Amphibien hĂ€uten sich in periodischen AbstĂ€nden, einige Arten mitunter tĂ€glich. Dabei wird die nicht mitwachsende Ă€ußere Hornschicht der Epidermis in einem StĂŒck mithilfe von Körperbewegungen abgestreift. (Die alte Haut wird – insbesondere bei den Froschlurchen – noch wĂ€hrend des Vorgangs verzehrt.)cite-ref-5[5]cite-ref-6[6] Amphibien trinken nicht, sondern nehmen durch die Haut Wasser auf und speichern dieses in LymphsĂ€cken unter der Haut und in der Harnblase. Durch die Harnblasenwand kann es spĂ€ter wieder dem Organismus zugefĂŒhrt werden.

Als Larven besitzen Amphibien Kiemen, als erwachsene Tiere einfache Lungen (vergleiche Schluckatmung), die ebenso wie die Hautatmung (einschließlich der Sonderform Mundhöhlenatmung) dem Gasaustausch dienen.

Amphibien sind wechselwarm; das bedeutet, dass sie keine konstante Körpertemperatur aufweisen, sondern diese von der Umgebungstemperatur abhĂ€ngt. Ihr Herz besteht aus zwei separaten Vorkammern und einer einheitlichen Hauptkammer ohne Scheidewand, das heißt Lungen- und Körperblutkreislauf sind nur teilweise getrennt.

Der Darmausgang, die Exkretions- und inneren Geschlechtsorgane mĂŒnden alle in einer einzigen bauchseitigen Körperöffnung, der Kloake.

Sinnesorgane

FĂŒr viele Arten sind die Augen wichtige Sinnesorgane und entsprechend gut entwickelt. Allerdings werden reglose Objekte nur unzureichend wahrgenommen, wohingegen Bewegungen starke Reize bilden – sowohl bei der Nahrungssuche und Feinderkennung als auch bei der Sexualpartnerfindung.

Das Mittelohr der Frosch- und Schwanzlurche besitzt zwei potenziell schallleitende Knochenelemente: den Stapes (Columella) und das Operculum. Das Operculum ist in das Foramen ovale des Innenohrs eingepasst und der Stapes, ein einfaches KnochenstĂ€bchen, berĂŒhrt mit seinem „hinteren“ Ende (Fußplatte) das Operculum und kann mit diesem verschmolzen sein. TatsĂ€chlich fĂŒr die Schallleitung zustĂ€ndig ist der Stapes jedoch nur bei den Froschlurchen, denn nur diese besitzen ein Trommelfell. Es steht, wie auch bei Reptilien und Vögeln, mit dem „vorderen“ Ende des Stapes in Kontakt. Jedoch ist das Trommelfell der Froschlurche dem der Amnioten wahrscheinlich nicht homolog. Bei Schwanzlurchen erfolgt die Schallwahrnehmung vor allem ĂŒber die Vordergliedmaßen: Das Operculum ist ĂŒber einen permanent angespannten (tonischen) Muskel (Musculus opercularis) mit dem SchultergĂŒrtel verbunden, wodurch Bodenvibrationen (Substratschall) zum Innenohr geleitet werden können. Dieser sogenannte Opercularapparat ist auch bei Froschlurchen vorhanden, dient dort aber möglicherweise nicht oder nur untergeordnet der Schallwahrnehmung.cite-ref-7[7] Bei Schleichenlurchen fehlt das Operculum, wahrscheinlich weil sie keinen SchultergĂŒrtel haben. Bei ihnen fungieren vermutlich die Körperhöhle und der SchĂ€del als Schallleiter.cite-ref-8[8]

Der Geruchssinn ist vor allem bei Schwanzlurchen recht hoch entwickelt.

Ähnlich wie Fische besitzen auch die Larven sowie die im Wasser lebenden Arten der Amphibien ein Seitenliniensystem. Bei Larven von Schleichenlurchen und Salamandern sind Elektrorezeptoren Ă€hnlich den Lorenzinischen Ampullen der Haie nachgewiesen.

Fortpflanzung und Individualentwicklung

Paarung

Vor allem die MĂ€nnchen vieler Froschlurche verfĂŒgen ĂŒber ein Repertoire von LautĂ€ußerungen zur Revierabgrenzung und zum Anlocken von Weibchen. Die entsprechenden Rufe erzeugen sie mittels Schallblasen, ihres Kehlkopfes und der Lungen.

Fast alle Arten legen Eier, sogenannten Laich, in gallertigen HĂŒllen ab; einige betreiben eine komplizierte Brutpflege. Die Befruchtung findet vorwiegend erst außerhalb des Mutterleibes statt; die meisten Schwanzlurche praktizieren dagegen eine indirekte innere Besamung und Befruchtung.

AbhÀngigkeit vom Wasser

Zur Fortpflanzung mĂŒssen die meisten Amphibien das Wasser aufsuchen – auch an Trockenheit angepasste Arten. Die sich im Wasser entwickelnden Larven, die bei Froschlurchen Kaulquappen genannt werden, atmen zunĂ€chst mit Außenkiemen. Erst nach einiger Zeit tritt eine Metamorphose ein, in der sie sich hormongesteuert zum lungenatmenden, skelettgestĂŒtzten Tier umformen, welches das GewĂ€sser verlassen kann.

Einige Arten oder Exemplare von Arten bleiben lÀngerfristig oder sogar zeitlebens in einem Larvenstadium (sogenannte temporÀre, partielle oder vollstÀndige Neotenie, auch PÀdomorphie). Sie leben dauernd aquatil, wie zum Beispiel der Axolotl.

Nur sehr wenige, wie der im Gebirge beheimatete Alpensalamander, sind lebendgebĂ€rend (vivipar) und bringen bereits fertig entwickelte Junge zur Welt. Manche anderen Amphibien, wie etwa die Antillen-Pfeiffrösche oder viele Lungenlose Salamander, haben sich ebenfalls unabhĂ€ngig von offenen GewĂ€ssern gemacht, indem bei ihnen eine direkte Larvenentwicklung innerhalb der Eier stattfindet. Hier schlĂŒpfen also fertige Jungtiere aus den an Land abgelegten Eiern.

Metamorphose der Larven

Wichtiger Bestandteil der Metamorphose wasserlebender Larven ist die RĂŒckbildung der Kiemen sowie die Verlagerung der Atmung zur Lunge und zur HautoberflĂ€che. Die Hautstruktur verĂ€ndert sich, um an Land den Wasserverlust zu verringern. Es findet ferner eine Verknöcherung vormals knorpeliger Substanz sowie eine Entwicklung von ExtremitĂ€ten statt – bei Molchlarven wird erst das vordere, dann das hintere Beinpaar sichtbar, bei Kaulquappen ist es umgekehrt. Der Ruderschwanz der Larven bildet sich in der letzten Phase der Metamorphose bei Froschlurchen allmĂ€hlich ganz zurĂŒck; Schwanzlurche behalten diesen.

Es entwickeln sich in der Regel Augenlider (außer bei manchen voll-aquatisch lebenden Formen) und es entstehen außenliegende Trommelfelle – letzteres nur bei den Froschlurchen. Am drastischsten ist der innere und Ă€ußere Gestaltwandel zwischen Larve und metamorphosiertem Tier bei den Froschlurchen (vergleiche Kaulquappe).

Nahrung

WĂ€hrend sich die Kaulquappen der Froschlurche in erster Linie pflanzlich ernĂ€hren, Detritus fressen oder auch an Aas gehen, sind Molchlarven und alle metamorphosierten Amphibien rein carnivor. Im Allgemeinen wird lebende Beute aufgenommen und im Ganzen verschluckt, vor allem Insekten, Gliedertiere, Weichtiere und Spinnen. Viele Arten verfĂŒgen zum Beutefang ĂŒber eine im vorderen Mundbereich verwachsene, hervorschnellbare klebrige Zunge. GrĂ¶ĂŸere Amphibien können auch andere kleine Wirbeltiere ĂŒberwĂ€ltigen; Kannibalismus (auch innerartlicher) ist zudem nicht selten. Allerdings verhalten sich Amphibien aufgrund ihres poikilothermen Stoffwechsels oft weniger als aktive JĂ€ger, sondern sie verfolgen mehr eine Strategie des Lauerns oder der sich spontan bietenden Gelegenheit.

Fressfeinde

Lurche gehören zum Beuteschema vieler Tiere und bilden zuweilen deren wichtigste Nahrungsgrundlage. Die erwachsenen Exemplare sind Nahrung vieler SĂ€ugetiere, Vögel und Reptilien, manchmal auch von grĂ¶ĂŸeren Wirbellosen. Abgesehen von ihren teilweise sehr wirksamen Hautgiften verfĂŒgen Lurche kaum ĂŒber aktive Verteidigungsstrategien wie etwa scharfe ZĂ€hne oder Krallen. Oft vertrauen sie auf Tarnung, Verbergen oder Flucht, manchmal auch auf Imponierverhalten wie das AufblĂ€hen des Körpers oder das Aufreißen des Maules.

Laich und Larven im Wasser werden von „rĂ€uberischen“ Insektenlarven, von Fischen und Wasservögeln, aber auch von anderen Amphibien gefressen. Aus diesem Grund mĂŒssen Lurche fĂŒr eine sehr große Nachkommenschaft sorgen, denn nur aus einem winzigen Bruchteil der produzierten Eier und Larven werden spĂ€ter geschlechtsreife Amphibien.

Systematik und Taxonomie

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Hauptartikel

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Systematik der Amphibien

Die bekannten Amphibien der Gegenwart (Lissamphibia) sind auf mittlerweile fast 9000 Arten zu beziffern. Die Zahl der von der IUCN fĂŒr ihre „Rote Liste“ (Stand: 2024) berĂŒcksichtigten Arten liegt bei 8022; die von Darrel R. Frost und dem American Museum of Natural History erstellte Online-Datenbank Amphibian Species of the World und die Webseite Amphibiaweb.org der University of California unterscheiden 8958 Arten (Stand: November 2025).cite-ref-9[9]cite-ref-10[10] GegenĂŒber etwas Ă€lteren Übersichten liegen diese Zahlen deutlich höher, was in erster Linie auf neue Methoden in der systematisch-taxonomischen Forschung zurĂŒckzufĂŒhren ist. In diesem Zusammenhang sind die Allozymelektrophorese, die Sequenzierung von DNA und die verfeinerte bioakustische Analyse von LautĂ€ußerungen zu nennen.cite-ref-11[11] In der Folge kommt es vermehrt zur Anerkennung des Artranges fĂŒr frĂŒher beispielsweise nur als Unterarten behandelte Taxa. Es werden aber auch immer noch zahlreiche bisher unbekannte Arten entdeckt und wissenschaftlich beschrieben, insbesondere unter den Froschlurchen in tropischen Regionen.

Auf höherer taxonomischer Ebene wird meist eine Unterteilung in drei Ordnungen vorgenommen:

‱ Ordnung Schwanzlurche (Caudata oder Urodela), also Salamander und Molche (etwa 820 Arten = ca. 9 % der Amphibien)
‱ Ordnung Froschlurche (Anura oder Salientia), also Frösche, Kröten und Unken (etwa 7700 Arten = ca. 88 %)
‱ Ordnung Schleichenlurche oder BlindwĂŒhlen (Gymnophiona oder Apoda) (etwa 220 Arten = knapp 3 %)

Der systematische Begriff „Lissamphibia“ sollte gegenĂŒber „Amphibia“ bevorzugt werden. Die Lissamphibia sind nach heutiger Auffassung ein monophyletisches Taxon, wogegen Amphibia (unter Einbeziehung fossiler Vertreter) paraphyletisch sind und eine Ausschlussgruppe darstellen: alle Landwirbeltiere (Tetrapoda), die keine Amnioten sind.

Verbreitung

Amphibien kommen auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Antarktika von den kalt-gemĂ€ĂŸigten bis in die tropischen Zonen vor. In der Arktis kommen in klimatisch begĂŒnstigten Tundren insgesamt nur fĂŒnf Arten vor.cite-ref-13[13]

Ihre hĂ€ufige AbhĂ€ngigkeit von SĂŒĂŸwasser (in einigen FĂ€llen wird auch Brackwasser toleriert) begrenzt ihren Lebensraum. Trockengebiete werden nur von wenigen Spezialisten wie beispielsweise den Amerikanischen Schaufelfußkröten bewohnt, deren Kaulquappen die kĂŒrzeste bekannte Entwicklungszeit aller Amphibienlarven haben. Auch kalte Hochgebirge sind kein geeigneter Lebensraum fĂŒr die meisten Arten.

Die Schleichenlurche (BlindwĂŒhlen) sind auf die Tropen Afrikas, Asiens und Amerikas beschrĂ€nkt. Die Verbreitung der Salamander und Molche konzentriert sich – mit wenigen Ausnahmen in SĂŒdamerika – auf die Nordhalbkugel. Froschlurche kommen in fast allen Erdteilen und auf vielen Inseln vor.

Schwerpunkte der Artenvielfalt befinden sich in den subtropischen und tropischen Zonen, der Neotropis, PalĂ€otropis und der australischen Region. Die biogeografische Region der Holarktis ist vergleichsweise artenarm – besonders die PalĂ€arktis Eurasiens.

‱ Das tropische Lateinamerika ist der wichtigste „Hotspot“ der Amphibien-DiversitĂ€t. Als artenreichste Nationalstaaten gelten Brasilien (1154 Arten) und Kolumbien (819). Auch auf den nĂ€chsten RĂ€ngen stehen sĂŒdamerikanische LĂ€nder: Ecuador (679 Arten) und Peru (665). Zur mexikanischen Fauna zĂ€hlen 418 Amphibienspezies, in den USA sind es 327.
‱ In Asien sind die drei artenreichsten Staaten China (569 Arten), Indien (448) und Indonesien (390).
‱ In Afrika weisen die Insel Madagaskar (377 Arten), die Demokratische Republik Kongo (230) und Kamerun (226) die meisten Amphibienarten des Kontinents auf.
‱ FĂŒr Australien werden derzeit 250 Arten aufgelistet. Im viel kleineren, geografisch ebenfalls zum australischen Kontinent gerechneten Inselstaat Papua-Neuguinea kommen 416 Arten vor.
‱ Europa ist arm an Amphibienarten. Das europĂ€ische Land mit der grĂ¶ĂŸten Artenzahl ist Italien (48).cite-ref-14[14]

Arten in Europa

Ursache der geringen Artenzahl

Der europĂ€ische (Sub-)Kontinent einschließlich seiner Inseln ist ausgesprochen arm an Amphibienarten. Von den ĂŒber 7000 Arten weltweit sind nur knapp 90 einheimisch, 40 Schwanzlurch- und mindestens 48 Froschlurcharten (inklusive drei hybridogenen Hybriden bei den „Wasserfröschen“). DafĂŒr treten diese Arten aber nicht selten in umfangreicheren Verbreitungsgebieten und grĂ¶ĂŸeren BestĂ€nden auf als solche in Weltgegenden mit extrem hoher Artenvielfalt.

Ein wesentlicher Grund fĂŒr die geringe DiversitĂ€t insbesondere in Mitteleuropa waren die verschiedenen pleistozĂ€nen Kaltzeiten 1,8 Millionen bis etwa 10.000 Jahre vor heute. Die Vergletscherungen Zentraleuropas und der Hochgebirge verdrĂ€ngten neben anderen Tieren auch die Amphibien in RefugialrĂ€ume auf der Iberischen Halbinsel, am Mittelmeer sowie am Schwarzen und Kaspischen Meer. (Durch die rĂ€umliche Zersplitterung von Arealen wurde allerdings auch die weitere Artbildung gefördert.) In Warmzeiten drangen einige Arten wieder nach Mitteleuropa vor, wobei sie oft orographische „Pforten“ zwischen Gebirgen passieren mussten. Als solche Ausbreitungskorridore wirkten im SĂŒdwesten Europas unter anderem die Passage zwischen den OstpyrenĂ€en und dem Mittelmeer und im SĂŒdosten das Donau-Tiefland.

Aus diesen biogeographischen HintergrĂŒnden resultiert auch die Tatsache, dass die Iberische Halbinsel und Frankreich zusammen ĂŒber mehr als 60 Prozent des europĂ€ischen Arteninventars der Amphibien und Reptilien verfĂŒgen.

Arten im deutschsprachigen Raum

Deutschland weist Vorkommen von 20 einheimischen Taxa – 19 Arten und eine Hybride – auf. Dabei handelt es sich im Einzelnen um sechs Schwanzlurch- und 14 Froschlurcharten oder -formen (vergleiche Tabellen). Der Status des Alpen-Kammmolches gilt derzeit als unklar – möglicherweise kommen auf deutschem Territorium nur Hybriden mit dem Nördlichen Kammmolch bzw. nur allochthone BestĂ€nde vor. In der aktuellen Roten Liste Deutschlands wird die Art daher nicht mehr bewertet, sondern vorlĂ€ufig nur noch als Neozoon betrachtet. Den gleichen Status hat hier der Nordamerikanische Ochsenfrosch, der sich in neuerer Zeit an manchen Stellen, insbesondere in SĂŒdwestdeutschland, mit Populationen etablieren konnte, die auf kĂŒnstliche Aussetzungen zurĂŒckzufĂŒhren sind. Sechs Lurcharten gelten zurzeit bundesweit als nicht gefĂ€hrdet, bei einer ist die Datenlage unzureichend, drei stehen auf der „Vorwarnliste“. Die ĂŒbrigen zehn Arten werden auf der Roten Liste gefĂŒhrt – das sind 50 Prozent der Arten (zu den GrĂŒnden vergleiche den Abschnitt „GefĂ€hrdung“).cite-ref-15[15] FĂŒr mehrere Arten trĂ€gt Deutschland darĂŒber hinaus eine starke Verantwortlichkeit, da diese dort entweder einen Großteil ihres Gesamtareales und Weltbestandes haben oder aber besonders empfindliche Vorposten-Populationen existieren. In diesem Zusammenhang sind zumindest Bergmolch, Nördlicher Kammmolch, Gelbbauchunke, Kreuzkröte, Teichfrosch sowie Springfrosch zu erwĂ€hnen.cite-ref-16[16]

Die Amphibienfaunen der Schweiz und Österreichs unterscheiden sich vom Artenspektrum her nur geringfĂŒgig von Deutschland. In der Schweiz fehlen die Rotbauchunke, wahrscheinlich der Moorfrosch und die Knoblauchkröte; die Wechselkröte gilt als ausgestorben. DafĂŒr kommen als zusĂ€tzliche Arten der Italienische Springfrosch und der Italienische Laubfrosch im Tessin vor. Dort ist außerdem eine weitere Unterart des Teichmolches anzutreffen (Lissotriton vulgaris meridionalis). Der Alpen-Kammmolch und der Seefrosch wurden allerdings vom Menschen eingefĂŒhrt.

In Österreich fehlen gegenĂŒber Deutschland der Fadenmolch und die Geburtshelferkröte; die Kreuzkröte ist hier vom Aussterben bedroht. Als zusĂ€tzliche Art finden sich der Donau-Kammmolch im Osten des Landes sowie der Alpen-Kammmolch; außerdem gibt es eine zweite Unterart des Moorfrosches, den Balkan-Moorfrosch.

Tabelle Schwanzlurche in Europa

Die Schwanzlurcharten Europas (ohne Kaukasien und Anatolien) nach der hier gebrĂ€uchlichen Systematik und Nomenklatur. Spalte „FFH-Anhang“: Schutzstatus gemĂ€ĂŸ Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU.cite-ref-17[17] (Alle europĂ€ischen Lurcharten sind zudem nach dem Bundesnaturschutzgesetz „besonders geschĂŒtzt“ bzw. „streng geschĂŒtzt“.) Bei Arten mit Vorkommen in Deutschland, Österreich und/oder der Schweiz (Name ist fett hervorgehoben) werden die aktuellen Einstufungen in der jeweiligen nationalen Roten Liste aufgefĂŒhrt.

AbkĂŒrzungen:
FFH-Anhang: II = es sind eigens Schutzgebiete fĂŒr diese Art einzurichten; IV = streng zu schĂŒtzende Art von gemeinschaftlichem Interesse; V = Art von gemeinschaftlichem Interesse, die Gegenstand von Verwaltungsmaßnahmen sein kann.
Rote Liste: 0 (Schweiz/Österreich: RE) = ausgestorben oder verschollen; 1 (CR) = vom Aussterben bedroht; 2 (EN) = stark gefĂ€hrdet; 3 (VU) = gefĂ€hrdet.
R = Art mit geografischer Restriktion; G (DD) = GefÀhrdung anzunehmen, aber Datenlage unzureichend; NT = potentiell gefÀhrdet/GefÀhrdung droht (keine gegenwÀrtige GefÀhrdungs-Kategorie); V = Vorwarnliste (keine gegenwÀrtige GefÀhrdungs-Kategorie).
NE = nicht beurteilt; n (LC) = nicht in der Roten Liste/nicht gefĂ€hrdet. Leeres Feld bei „Rote Liste“ = diese Art/Unterart kommt hier nicht vor.

| Deutscher Artname | Wissenschaftl. Name | Familie | FFH - Anhang | Rote Liste Deutschland (von 2020) | Rote Liste Österreich (von 2007) | Rote Liste Schweiz (von 2005) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sibirischer Winkelzahnmolch | Salamandrella keyserlingii | Hynobiidae | – | | | |
| Grottenolm | Proteus anguinus | Proteidae | II, IV | | | |
| Ambrosis Höhlensalamander | Speleomantes (Hydromantes) ambrosii | Plethodontidae | II, IV | | | |
| Monte-Albo-Höhlensalamander | Speleomantes (Hydromantes) flavus | Plethodontidae | II, IV | | | |
| Genés Höhlensalamander | Speleomantes (Atylodes) genei | Plethodontidae | II, IV | | | |
| Duftender Höhlensalamander | Speleomantes (Hydromantes) imperialis | Plethodontidae | II, IV | | | |
| Italienischer Höhlensalamander | Speleomantes (Hydromantes) italicus | Plethodontidae | II, IV | | | |
| Sàrrabus-Höhlensalamander | Speleomantes (Hydromantes) sarrabusensis | Plethodontidae | (II, IV) | | | |
| Ligurischer Höhlensalamander | Speleomantes (Hydromantes) strinatii | Plethodontidae | II, IV | | | |
| Sopramonte-Höhlensalamander | Speleomantes (Hydromantes) supramontis | Plethodontidae | II, IV | | | |
| Goldstreifen-Salamander | Chioglossa lusitanica | Salamandridae | II, IV | | | |
| PyrenÀen-Gebirgsmolch | Calotriton asper | Salamandridae | II, IV | | | |
| Montseny-Gebirgsmolch | Calotriton arnoldi | Salamandridae | (II, IV) | | | |
| Korsischer Gebirgsmolch | Euproctus montanus | Salamandridae | II, IV | | | |
| Sardischer Gebirgsmolch | Euproctus platycephalus | Salamandridae | II, IV | | | |
| Bergmolch | Ichthyosaura alpestris | Salamandridae | – | n | NT | LC |
| Spanischer Wassermolch | Lissotriton boscai | Salamandridae | – | | | |
| Fadenmolch | Lissotriton helveticus | Salamandridae | – | n | | VU |
| Italienischer Wassermolch | Lissotriton italicus | Salamandridae | II, IV | | | |
| Karpatenmolch | Lissotriton montandoni | Salamandridae | II, IV | | | |
| Teichmolch | Lissotriton vulgaris | Salamandridae | – | n | NT | EN |
| Unterart: SiebenbĂŒrgener Teichmolch | Lissotriton vulgaris ampelensis | Salamandridae | II, IV | | | |
| Karpathos-Salamander | Lyciasalamandra helverseni | Salamandridae | (II, IV) | | | |
| europ. Unterart von: Lykischer Salamander | Lyciasalamandra luschani basoglui | Salamandridae | II, IV | | | |
| Nördlicher Bandmolch | Ommatotriton ophryticus | Salamandridae | – | | | |
| Spanischer Rippenmolch | Pleurodeles waltl | Salamandridae | – | | | |
| Alpensalamander | Salamandra atra | Salamandridae | IV | n | NT | LC |
| Aurora-Alpensalamander | Salamandra (atra) aurorae | Salamandridae | II, IV | | | |
| Korsischer Feuersalamander | Salamandra corsica | Salamandridae | – | | | |
| Lanzas Alpensalamander | Salamandra lanzai | Salamandridae | IV | | | |
| SĂŒdspanischer Feuersalamander | Salamandra longirostris | Salamandridae | | | | |
| Feuersalamander | Salamandra salamandra | Salamandridae | – | V | NT | VU |
| Nördlicher Brillensalamander | Salamandrina perspicillata | Salamandridae | (II, IV) | | | |
| SĂŒdlicher Brillensalamander | Salamandrina terdigitata | Salamandridae | II, IV | | | |
| Alpen-Kammmolch | Triturus carnifex | Salamandridae | II, IV | | VU | EN |
| Nördlicher Kammmolch | Triturus cristatus | Salamandridae | II, IV | 3 | EN | EN |
| Donau-Kammmolch | Triturus dobrogicus | Salamandridae | II | | EN | |
| Bureschs Kammmolch | Triturus ivanbureschi | Salamandridae | | | | |
| Asiatischer Kammmolch | Triturus karelinii | Salamandridae | II, IV | | | |
| Makedonischer Kammmolch | Triturus macedonicus | Salamandridae | (II, IV) | | | |
| Marmormolch | Triturus marmoratus | Salamandridae | IV | | | |
| Zwerg-Marmormolch | Triturus pygmaeus | Salamandridae | (IV) | | | |
| | Triturus rudolfi | Salamandridae | | | | |

Tabelle Froschlurche in Europa

Die Froschlurcharten Europas (ohne Kaukasien und Anatolien; ohne regional etablierte Neozoen wie Nordamerikanischer Ochsenfrosch und Glatter Krallenfrosch) nach der hier gebrĂ€uchlichen Systematik und Nomenklatur. Spalte „FFH-Anhang“: Schutzstatus gemĂ€ĂŸ Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU. (Alle europĂ€ischen Lurcharten sind zudem nach dem Bundesnaturschutzgesetz „besonders geschĂŒtzt“ bzw. „streng geschĂŒtzt“.) Bei Arten mit Vorkommen in Deutschland, Österreich und/oder der Schweiz (Name ist fett hervorgehoben) werden die aktuellen Einstufungen in der jeweiligen nationalen Roten Liste aufgefĂŒhrt.

AbkĂŒrzungen:
FFH-Anhang: II = es sind eigens Schutzgebiete fĂŒr diese Art einzurichten; IV = streng zu schĂŒtzende Art von gemeinschaftlichem Interesse; V = Art von gemeinschaftlichem Interesse, die Gegenstand von Verwaltungsmaßnahmen sein kann.
Rote Liste: 0 (Schweiz/Österreich: RE) = ausgestorben oder verschollen; 1 (CR) = vom Aussterben bedroht; 2 (EN) = stark gefĂ€hrdet; 3 (VU) = gefĂ€hrdet.
R = Art mit geografischer Restriktion; G (DD) = GefÀhrdung anzunehmen, aber Datenlage unzureichend; NT = potentiell gefÀhrdet/GefÀhrdung droht (keine gegenwÀrtige GefÀhrdungs-Kategorie); V = Vorwarnliste (keine gegenwÀrtige GefÀhrdungs-Kategorie).
NE = nicht beurteilt; n (LC) = nicht in der Roten Liste/nicht gefĂ€hrdet. Leeres Feld bei „Rote Liste“ = diese Art/Unterart kommt hier nicht vor.

| Deutscher Artname | Wissenschaftl. Name | Familie | FFH - Anhang | Rote Liste Deutschland (von 2020) | Rote Liste Österreich (von 2007) | Rote Liste Schweiz (von 2005) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rotbauchunke | Bombina bombina | Bombinatoridae | II, IV | 2 | VU | |
| Italienische Gelbbauchunke | Bombina pachypus | Bombinatoridae | (II, IV) | | | |
| Gelbbauchunke | Bombina variegata | Bombinatoridae | II, IV | 2 | VU | EN |
| Iberischer ScheibenzĂŒngler | Discoglossus galganoi | Discoglossidae | II, IV | | | |
| Korsischer ScheibenzĂŒngler | Discoglossus montalentii | Discoglossidae | II, IV | | | |
| Gemalter ScheibenzĂŒngler | Discoglossus pictus | Discoglossidae | IV | | | |
| Sardischer ScheibenzĂŒngler | Discoglossus sardus | Discoglossidae | II, IV | | | |
| Iberische Geburtshelferkröte | Alytes cisternasii | Alytidae | IV | | | |
| SĂŒdostiberische Geburtshelferkröte | Alytes dickhilleni | Alytidae | (IV) | | | |
| Mallorca-Geburtshelferkröte | Alytes muletensis | Alytidae | II, IV | | | |
| Nördliche Geburtshelferkröte | Alytes obstetricans | Alytidae | IV | 2 | | EN |
| Kaukasischer Schlammtaucher | Pelodytes caucasicus | Pelodytidae | – | | | |
| SĂŒdiberischer Schlammtaucher | Pelodytes ibericus | Pelodytidae | – | | | |
| Westlicher Schlammtaucher | Pelodytes punctatus | Pelodytidae | – | | | |
| Messerfuß | Pelobates cultripes | Pelobatidae | IV | | | |
| Knoblauchkröte | Pelobates fuscus | Pelobatidae | IV | 3 | EN | DD |
| Syrische Schaufelkröte | Pelobates syriacus | Pelobatidae | IV | | | |
| Erdkröte | Bufo bufo -Komplex | Bufonidae | – | n | NT | VU |
| Kreuzkröte | Epidalea calamita | Bufonidae | IV | 2 | CR | EN |
| Wechselkröte | Bufotes viridis -Komplex | Bufonidae | IV | 2 | VU | RE |
| EuropÀischer Laubfrosch | Hyla arborea | Hylidae | IV | 3 | VU | EN |
| Italienischer Laubfrosch | Hyla intermedia | Hylidae | (IV) | | | EN |
| Mittelmeer-Laubfrosch | Hyla meridionalis | Hylidae | IV | | | |
| Iberischer Laubfrosch | Hyla molleri | Hylidae | (IV) | | | |
| Östlicher Laubfrosch | Hyla orientalis | Hylidae | (IV) | | | |
| Tyrrhenischer Laubfrosch | Hyla sarda | Hylidae | IV | | | |
| Kleinasiatischer Laubfrosch | Hyla savignyi | Hylidae | | | | |
| Bedriagas Wasserfrosch | Pelophylax cf. bedriagae | Ranidae | | | | |
| Italienischer Wasserfrosch | Pelophylax bergeri | Ranidae | – | | | |
| Karpathos-Wasserfrosch | Pelophylax cerigensis | Ranidae | – | | | |
| Kreta-Wasserfrosch | Pelophylax cretensis | Ranidae | – | | | |
| Epirus-Wasserfrosch | Pelophylax epeiroticus | Ranidae | – | | | |
| Teichfrosch | Pelophylax „esculentus“ | Ranidae | V | n | NT | NT |
| Grafs Hybridfrosch | Pelophylax „grafi“ | Ranidae | – | | | |
| Italienischer Hybridfrosch | Pelophylax „hispanicus“ | Ranidae | – | | | |
| Balkan-Wasserfrosch | Pelophylax kurtmuelleri | Ranidae | | | | |
| Kleiner Wasserfrosch | Pelophylax lessonae | Ranidae | IV | G | VU | NT |
| Iberischer Wasserfrosch | Pelophylax perezi | Ranidae | V | | | |
| Seefrosch | Pelophylax ridibundus | Ranidae | V | DD | VU | NE |
| Skutari-Wasserfrosch | Pelophylax shqipericus | Ranidae | – | | | |
| Moorfrosch | Rana arvalis | Ranidae | IV | 3 | VU | DD |
| Springfrosch | Rana dalmatina | Ranidae | IV | V | NT | EN |
| Griechischer Frosch | Rana graeca | Ranidae | IV | | | |
| Spanischer Frosch | Rana iberica | Ranidae | IV | | | |
| Italienischer Frosch | Rana italica | Ranidae | IV | | | |
| Italienischer Springfrosch | Rana latastei | Ranidae | II, IV | | | VU |
| Kleinasiatischer Braunfrosch | Rana macrocnemis | Ranidae | | | | |
| PyrenÀenfrosch | Rana pyrenaica | Ranidae | | | | |
| Grasfrosch | Rana temporaria | Ranidae | V | V | NT | LC |

GefÀhrdung

Statistik

Amphibien sind unter anderem wegen ihrer durchlĂ€ssigen Haut und wegen ihrer Eigenschaft als Bewohner von Biotopkomplexen (GewĂ€sser und LandlebensrĂ€ume, zwischen denen sie im Jahresverlauf pendeln) anfĂ€lliger als viele andere Tiergruppen gegenĂŒber schĂ€digenden UmwelteinflĂŒssen und -verĂ€nderungen. Von allen auf der Rote Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN gefĂŒhrten Tierarten weltweit stellen die Amphibien allein ĂŒber 23 Prozent – gemessen an der Gesamtartenzahl weit ĂŒberproportional viel. Diese 360 Millionen Jahre alte Tierklasse wird daher als ein zuverlĂ€ssiger Bioindikator fĂŒr den Zustand der Ökosysteme der Erde angesehen.

Von den zurzeit bekannten Amphibienarten stuft die Rote Liste der IUCN (2024) fast ein Drittel als in ihrem Gesamtbestand bedroht ein: 799 Arten vom Aussterben bedroht (critically endangered), 1.263 Arten stark gefĂ€hrdet (endangered) und 811 Arten gefĂ€hrdet (vulnerable), zusammen 2.873 Arten. ZusĂ€tzlich werden mindestens 37 der „modernen“ Arten offiziell als bereits ausgestorben gefĂŒhrt – darunter auch die oben abgebildete Goldkröte. Weitere 130 Lurcharten wurden seit Jahren nicht mehr gefunden und könnten ebenfalls ausgestorben sein. Etwa ein Viertel der Amphibien (908 Arten) können aufgrund mangelnder Daten derzeit nicht bewertet werden (data deficient). Unter diesen dĂŒrften sich viele weitere bedrohte Arten befinden.cite-ref-18[18]

Die meisten bedrohten Arten sind in Lateinamerika und auf den Karibik-Inseln zu verzeichnen, also in den natĂŒrlicherweise amphibienreichsten Regionen.

In Mitteleuropa hatten Amphibien lange Zeit von der kulturlandschaftlichen Umgestaltung durch den Menschen profitiert, da mit der kleinbĂ€uerlichen Bewirtschaftung viele neue, offenere LandlebensrĂ€ume und GewĂ€sser entstanden. Mit der industriellen Revolution, verstĂ€rkt aber seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat allerdings eine rĂŒcklĂ€ufige Entwicklung der BestĂ€nde eingesetzt. Erst in jĂŒngster Zeit konnten Naturschutzmaßnahmen manche Negativtrends zumindest regional abmildern.

Ursachen

Als Ursachen fĂŒr die hohe GefĂ€hrdung werden die Zerstörung oder Fragmentierung der LebensrĂ€ume und Chemikalien in der Umwelt (unter anderem Pestizide, Schwermetalle, StickstoffdĂŒnger) genannt. Die Höhe der Pestizid-Belastung einzelner Amphibienarten in der Kulturlandschaft Mitteleuropas hĂ€ngt maßgeblich vom Zeitpunkt ihrer Laichwanderung ab. So sind spĂ€t (April/Mai) wandernde Arten einem höheren Risiko ausgesetzt, mit Pestiziden in Kontakt zu kommen, als frĂŒh (Februar/MĂ€rz) wandernde Arten, weil der Pestizid-Einsatz vorwiegend im spĂ€teren FrĂŒhjahr erfolgt.cite-ref-19[19]

Als weitere Ursachen kommen WildfÀnge seltener Arten sowie Parasiten und Virus- oder Pilzkrankheiten in Betracht (siehe beispielsweise Chytridpilz). Diskutiert werden auch Effekte des globalen Klimawandels auf die LebensrÀume sowie die Auswirkungen von UV-Strahlung, die aufgrund des Ozonlochs in vielen Regionen zunimmt. Es ist indes davon auszugehen, dass nicht eine Ursache allein Auslöser der starken Bedrohung der AmphibienbestÀnde ist, sondern mehrere Faktoren sich gegenseitig bedingen bzw. verstÀrken.

In Mitteleuropa gehören der hohe Kraftfahrzeugverkehr auf dem dichten, die Landschaft zerschneidenden Straßennetz (vergleiche Erdkröte) und die Zerstörung oder Vergiftung der Habitate – KleingewĂ€sser und umgebende LandlebensrĂ€ume wie WĂ€lder, Wiesen, Auen und Moore – durch Landwirtschaft, Industrie sowie Siedlungs-, Straßen- und Wasserbau zu den grĂ¶ĂŸten GefĂ€hrdungsfaktoren. Ein zusĂ€tzliches, wenig bemerktes Problem ist, dass viele Amphibien in Dörfern und an StadtrĂ€ndern in Kellerfenster-LichtschĂ€chte, Außen-Kellertreppen, ungesicherte BrunnenschĂ€chte oder auch in Straßengullys geraten. In diesen unbeabsichtigten Fallen mĂŒssen die Tiere dann meist verhungern oder vertrocknen.

Im Auftrag der International Union for Conservation of Nature’s Species Survival Commission (IUCN) untersuchten mehr als 100 Forschende fĂŒr einen im Oktober 2023 veröffentlichten Bericht den Bedrohungsstatus der Amphibienarten. Dabei stuften sie mehr als 40 Prozent aller bekannten Arten als vom Aussterben bedroht ein. Die Zerstörung und Verschlechterung von LebensrĂ€umen seien immer noch die wichtigsten Bedrohungsfaktoren. Auch der globale Klimawandel werde fĂŒr den AmphibienrĂŒckgang immer wichtiger. Innerhalb der Amphibien seien Salamander die am stĂ€rksten bedrohte Gruppe. Eine neu auftretende Pilzkrankheit könnte verheerende Folgen fĂŒr Salamander in Europa und den USA haben.cite-ref-20[20]

Philatelistisches

Mit dem Erstausgabetag 4. August E202 gab die Deutsche Post AG in der Briefmarkenserie FĂŒr die Jugend drei Zuschlagmarken mit den Amphibien-Motiven Bergmolch (Nennwert 85 Eurocent, Zuschlag 40 Eurocent), Laubfrosch (Nennwert 100 Eurocent, Zuschlag 45 Eurocent) und Feuersalamander (Nennwert 160 Eurocent, Zuschlag 55 Eurocent) heraus. Die EntwĂŒrfe stammen von den Grafikern Annette Le Fort und AndrĂ© Heers aus Berlin.

Sonstiges

‱ Amphibien dienen dem Menschen als Modellorganismen (Anschauungsobjekte und Versuchstiere) fĂŒr die entwicklungsbiologische Lehre und Forschung. Besonders hervorzuheben sind dabei die Wasser- sowie Krallenfrösche, die bis in die 1960er außerdem fĂŒr Schwangerschaftstests eingesetzt wurden.
‱ In einigen LĂ€ndern werden grĂ¶ĂŸere Froscharten in regelrechten Farmen fĂŒr den menschlichen Verzehr gezĂŒchtet. Aber vor allem wildlebende Amphibien werden teilweise in großem Stil als Lebensmittel genutzt. Der massenhafte Fang hat in manchen Regionen bestandsbedrohende Ausmaße angenommen.


‱ Eine ĂŒbersteigerte Angst vor Amphibien bzw. Froschlurchen wird als Batrachophobie bezeichnet.
‱ Bei WDR 2 gibt es die Radio-Comedyfigur Lurch-Peter Hansen.

Quellen

Literatur

‱ GĂŒnther E. Freytag, Bernhard Grzimek, Oskar Kuhn, Erich Thenius (Hrsg.): Lurche. In: Grzimeks Tierleben, Bd. 5: Fische 2, Lurche. Lizenzausgabe im dtv, MĂŒnchen 1980, ISBN 3-423-03204-9.
‱ Dieter Glandt: Taschenlexikon der Amphibien und Reptilien Europas. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2010, ISBN 978-3-494-01470-8.
‱ Rainer GĂŒnther (Hrsg.): Die Amphibien und Reptilien Deutschlands. Gustav Fischer Verlag, Jena 1996, ISBN 3-437-35016-1.
‱ Robert Hofrichter (Hrsg.): Amphibien. Evolution, Anatomie, Physiologie, Ökologie und Verbreitung, Verhalten, Bedrohung und GefĂ€hrdung. Naturbuch Verlag, Augsburg 1998, ISBN 3-89440-299-7.
‱ Andreas & Christel Nöllert: Die Amphibien Europas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-06340-2.
‱ Gerhard Thielcke, Claus-Peter Herrn, Claus-Peter Hutter, Rudolf L. Schreiber: Rettet die Frösche. pro natur-Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-88582-003-X.
‱ Peter Weygoldt: Amphibien. In: Lexikon der Biologie. Bd. 1. Herder-Verlag, Freiburg 1983, ISBN 3-451-19641-7.

Weblinks

Commons

: Amphibien (Amphibia)

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

(teilweise Quellen)

Wiktionary: Lurch

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wiktionary: Amphibie

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Literatur von und ĂŒber Amphibien im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Amphibiaweb
‱ AMNH: „Amphibian Species of the World“
‱ Rote Liste der Amphibien Deutschlands
‱ IUCN Red List of Threatened Species

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. MĂŒnchen/Wien 1965.
cite-note-22. ↑ David Marjanović, Michel Laurin: The origin(s) of extant amphibians: a review with emphasis on the “lepospondyl hypothesis”. Geodiversitas. Bd. 35, Nr. 1, 2013, S. 207–272, doi:10.5252/g2013n1a8
cite-note-33. ↑ Eric N. Rittmeyer, Allen Allison, Michael C. GrĂŒndler, Derrick K. Thompson, Christopher C. Austin: Ecological Guild Evolution and the Discovery of the World's Smallest Vertebrate. PLoS One. Bd. 7, Nr. 1, 2012, e29797, doi:10.1371/journal.pone.0029797
cite-note-44. ↑ Rainer R. Schoch: Amphibian Evolution – The Life of Early Land Vertebrates. Wiley-Blackwell, Chichester (West Sussex) 2014, ISBN 978-0-470-67178-8, S. 22.
cite-note-55. ↑ Klaus Kabisch: Wörterbuch der Herpetologie, Stichwort: Ecdysis, S. 124f. Gustav Fischer Verlag, Jena 1990, ISBN 3-334-00307-8.
cite-note-66. ↑ GĂŒnther E. Freytag, Bernhard Grzimek, Oskar Kuhn, Erich Thenius (Hrsg.): Lurche, Stichwort: HĂ€utung. S. 383 in: Grzimeks Tierleben, Bd. 5: Fische 2, Lurche. Lizenzausgabe im dtv, MĂŒnchen 1980, ISBN 3-423-03204-9.
cite-note-77. ↑ R. R. Capranica: Morphology and physiology of the auditory system. S. 551–575 in: R. Llinas, W. Precht (Hrsg.): Frog Neurobiology: A Handbook. Springer, Berlin/Heidelberg 1976, ISBN 978-3-642-66318-5, S. 555.
cite-note-88. ↑ Michael Smotherman, Peter Narins: Evolution of the Amphibian Ear. S. 164–199 in: Geoffrey A. Manley, Arthur N. Popper, Richard R. Fay: Evolution of the Vertebrate Auditory System. Springer Handbook of Auditory Research, Bd. 22. Springer, New York 2004, ISBN 978-0-387-21093-3, S. 176.
cite-note-99. ↑ Artenanzahl in der Datenbank Amphibian Species of the World, abgerufen am 12. Dezember 2024.
cite-note-1010. ↑ Artenanzahl
cite-note-1111. ↑ Miguel Vences: The Amphibian Tree of Life: Ideologie, Chaos oder biologische RealitĂ€t? Zeitschrift fĂŒr Feldherpetologie, 14, Heft 2, S. 153–162. Laurenti-Verlag, Bielefeld 2007, ISSN 0946-7998.
cite-note-121. Hinweis zur Grafik: Areale von Arten mit sehr kleinen und sich kaum mit anderen Arten ĂŒberlappenden Verbreitungsgebieten sind in diesem Maßstab nicht eindeutig darstellbar. Daher gibt die farbliche Signatur beispielsweise nicht wieder, dass in sĂŒdeuropĂ€ischen LĂ€ndern eine höhere Artenvielfalt herrscht als in Mitteleuropa.
cite-note-1313. ↑ Sergius L. Kuzmin, David F. Tessler: Amphibians and reptiles (Chapter 5). Im Report der Conservation of Arctic Flora and Fauna (CAFF): Arctic Biodiversity Assessment 2013, auf arcticbiodiversity.is (Memento vom 15. Dezember 2022 im Internet Archive), abgerufen am 15. Dezember 2022.
cite-note-1414. ↑ Interaktive Weltkarte zur Artenvielfalt bei Amphibiaweb.org, Abruf der aufgefĂŒhrten Artenzahlen am 15. Dezember 2022.
cite-note-1515. ↑ Rote-Liste-Gremium Amphibien und Reptilien (2020): Rote Liste und Gesamtartenliste der Amphibien (Amphibia) Deutschlands. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (4): 86 S.
cite-note-1616. ↑ Henning Steinicke, Klaus Henle, Horst Gruttke: EinschĂ€tzung der Verantwortlichkeit Deutschlands fĂŒr die Erhaltung von Tierarten am Beispiel der Amphibien und Reptilien. Natur und Landschaft, 77. Jg. (2002), Heft 2, S. 72–80. Kohlhammer-Verlag, Stuttgart.
cite-note-1717. ↑ Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) in der konsolidierten Fassung vom 1. Januar 2007, abgerufen am 13. Mai 2010
cite-note-1818. ↑ Übersicht zum Rote-Liste-Status der Amphibien weltweit nach IUCN. Abgerufen am 11. August 2024
cite-note-1919. ↑ Patrick Lenhardt, Carsten A. BrĂŒhl, Gert Berger: Temporal coincidence of amphibian migration and pesticide applications on arable fields in spring. Basic and Applied Ecology. Bd. 16, Nr. 1, 2014, S. 54–63. doi:10.1016/j.baae.2014.10.005 (alternativer Volltextzugriff: ResearchGate); siehe dazu auch Andreas Zehm, UniversitĂ€t Koblenz-Landau: Amphibien durch Pestizide gefĂ€hrdet. ANLiegen Natur. Bd. 37, Nr. 1, 2015, S. 11–12 (HTML-Version im weblog naturschutz bayern).
cite-note-2020. ↑ Zwei von fĂŒnf Amphibienarten vom Aussterben bedroht. Abgerufen am 28. Oktober 2023.